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Seminar Unfallrettung fordert Einsatzkräfte

icon.crdate26.09.2015

Ein Seminar zum Thema Technische Hilfeleistung an Pkws führte die Freiwillige Feuerwehr Jestetten am letzten Wochenende durch. In der Unfallrettung hat sich in den letzten Jahren einiges an Technik und Taktik geändert und so war es an der Zeit, die Angehörigen der Jestetter Feuerwehr auf den neuesten Stand zu bringen. Gleichzeitig war das Seminar sehr hilfreich, das Hilfeleistungslöschfahrzeug und deren zahlreichen Geräte intensiver kennen zu lernen.

Vorbereitet wurde das Seminar federführend von Andreas Schlude, welcher als Kreisausbilder tätig ist und unlängst eine Weiterbildung zu diesem Thema besucht hatte. Als Multiplikator gab er das erworbene Wissen im Rahmen dieser Schulung weiter. Zuvor jedoch brauchte es einiges an Vorbereitung, mussten doch an 14 vorbereiteten Pkw alle Flüssigkeiten abgelassen und diese als Unfallfahrzeuge präpariert werden. Diese Arbeiten führte Andi im Vorfeld der Übung selber durch und investierte viel Zeit und Mühe.

Am Freitagabend trafen sich die Teilnehmer zu einem Theorieblock im Feuerwehrgerätehaus von 18.30 hr bis 22 Uhr.

Am Samstag ging dann der Praxisteil um 07.45h los, nach dem die Feuerwehr zuvor noch bei einem Brandeinsatz in der Hauptstraße tätig war.

In zwei wechselnden Gruppen und an vielen Stationen mussten die Einsatzkräfte in wechselnden Positionen ihre Aufgaben bewältigen. Hierbei ging es jeweils darum, die Fahrzeuge gegen Erschütterung und Bewegungen abzusichern und darauf den Patienten achsengerecht zu retten. Hierbei befanden sich die Unfallfahrzeuge auf dem gemeindeeigenen Bauhof in verschiedenen Positionen und standen selten auf allen vier Rädern.

Nicht vernachlässigt wurden Informationen zur medizinischen Versorgung der Patienten. Unser stv. Kommandant und Rettungsassistent Sven Trapp hatte einige Ratschläge zur Hand. Andreas ließ uns wirken und jede einzelne Übung mit wechselnden Einsatzleitern wurde besprochen. Er zeigte den Teilnehmern auch auf, dass es oft verschiedene Wege zu einer Befreiung gibt und man eine zweite Option für eine Rettung in der Hinterhand haben muss, sollte der eingeschlagene Weg nicht zum Erfolg führen. Ziel bei jeder Übungseinheit war, den Patienten innerhalb von ca. 20 Minuten zu befreien, um ihm im Einsatzfall dem Rettungsdienst übergeben zu können.

Während der Kaffeepausen und in der Mittagspause wurden wir von unserem Wirt Roland Sigg mit Verpflegung versorgt.

Gegen 18h endete die Veranstaltung und der Ausbildungsleiter, sowie die Teilnehmer waren mit dem Ablauf des Tages sehr zufrieden. Einig war man sich dahingehend, dass der Tag eine Bereicherung für alle Teilnehmer war und auch die Kameradschaft gefördert wurde. Die schweren Geräte und die anspruchsvollen Darstellungen sorgten aber auch dafür, dass alle körperlich sehr gefordert wurden und wir buchstäblich kaputt waren.

Unser Gesamtkommandant Holger richtete einen besonderen Dank an Andi, welcher sehr viel Zeit und Herzblut in das Seminar investiert hatte- Danke Andi!

Impressionen vom THL Seminar

Bericht und Bilder: Uwe Kaier