Erste Hilfe Training auf hohem Niveau
icon.crdate20.03.2024
Zwei Abende mit vollem Programm
Der leitende Notarzt Dr. Daniel Arndt brachte es auf den Punkt mit seiner Aussage: "in Jestetten habt ihr ein Alleinstellungsmerkmal, in dem ihr von der Rettungswache Dettighofen doch einiges entfernt liegt und wenn das Fahrzeug bereits im Einsatz ist, noch länger auf medizinische Hilfe warten müsst."
Und das zeigt sich auch in der Praxis. Gemeinsam alarmiert, ist die Feuerwehr immer vor dem DRK- Rettungsdienst an der Einsatzstelle und dann sind immer wieder einmal die Erste- Hilfe-Maßnahmen der Feuerwehrangehörigen gefragt. Die Feuerwehr verfügt über zwei Rettungsrucksäcke und Defibrillatoren.
Jährlich trainieren die Angehörigen der Feuerwehr Erste Hilfe und dieses Thema wird immer wieder einmal in den Probenbetrieb mit eingeflochten. Somit führen diese Trainings mittlerweile zu einem hohen Niveau, was die "Basics" der Ersten Hilfe anbelangt, so der Ausbilder Uwe Kaier. Von Laienhelfer kann hier nicht mehr die Rede sein, betonte er am zweiten Abend.
Der Mehrwert für die Trainierten und auch für die Bevölkerung - im Privatleben befinden sich die Feuerwehrangehörigen im Kreise ihrer Familie und bei Veranstaltungen. Somit sind in der Breite zahlreiche Ersthelfer vorhanden, welche einen qualifizierten Notruf abgeben können und danach die Erste- Hilfe- Maßnahmen einleiten.
Am ersten Abend übten die Helfer auf vier eingerichteten Posten rotierend die Themen: starke blutende Wunden/Amputationen; Herzinfarkt und Schlaganfall; Reanimation mit Defibrillator und Reanimation mit Beatmungsbeutel.
Hier halfen auch die beiden Sanitäter Thomas Wipf und Vincent Ziegler mit, welche aktiv im DRK-Ortsverein und der Feuerwehr sind.
Zum Abschluss des Abends stellten die einzelnen Gruppen nach Ziehung eines Loses (geübten Themen) die wichtigsten Punkte der einzelnen Posten vor der versammelten Mannschaft noch einmal vor.
Für den zweiten Abend wurde den Teilnehmern eine Überraschung angekündigt.
Reanimation zusammen mit Notarzt und Rettungsdienst
Am zweiten Schulungsabend wurde gleich zu Beginn ein Team zusammengestellt, kurz darauf brach ein Kamerad zusammen und wurde bewusstlos. Das Team leistete Erste Hilfe und stellte in der weiteren Folge einen Atemstillstand fest.
An der Übungspuppe wurde dann eine Reanimation mit Defibrillator und Beatmungsbeutel eingeleitet. Der vermeintliche fiktive Notruf zur Leitstelle führte dann zur Überraschung aller zu einem Einsatz von DRK-Rettungsdienst und Notarzt, welche im Gerätehaus erschienen.
Zusammen mit dem Rettungsdienst wurde sehr wirklichkeitsnah reanimiert, dies mit Medikation, Infusion, Intubation und Defibrillation. Die Helfer wurden ständig gewechselt, so dass fast alle die Möglichkeiten hatten, einmal Hand anzulegen und etwaige Berührungsängste in der Zusammenarbeit mit den Profis abzulegen.
Der Patient wurde mit der Schleifkorbtrage unter Reanimationsbedingungen durch das Treppenhaus zum Rettungswagen verbracht.
Im weiteren Verlauf beantwortete Notarzt Daniel Arndt die zahlreichen Fragen aus den Reihen der Helfer.
Danach wurde in drei Gruppen und an drei Puppen zusammen mit dem Rettungsdienst noch einmal gemeinsam reanimiert, bevor die Notfallsanitäter in Ausbildung noch einmal das Intubieren eines Patienten vorführten.
Ziel des Trainings war, die Scheu vor den Profis zu verlieren und sich auch auf das Erlernte verlassen zu können. Weiterhin einen Einblick zu erhalten, wie eine Reanimation durch den Rettungsdienst im Trainingsbetrieb und entspannter abläuft, so dass auch ständig Fragen gestellt werden konnten.
Fazit des Abends- zusammen mit einem motivierten Team des DRK- Rettungsdienstes und neugierigen und hoch motivieren Feuerwehrangehörigen, gelang ein lehrreicher Abend mit Mehrwert.
Wir bedanken uns an dieser Stelle noch einmal bei unseren Besuchern!
Bericht Südkurier vom 27.03.2024:
Bericht DRK-Kreisverband WT; Instagram:
www.instagram.com/p/C4-L4DcASc1/
Bericht: Uwe Kaier
Bilder: Thomas Wipf, Mirko Niederhauser, Uwe Kaier

































