Aktuelles & News: FFW Jestetten

Seitenbereiche

Hauptbereich

Interview mit einem Quereinsteiger

icon.crdate05.03.2024

Der 26-jährige Mirko Niederhauser ist in seinem dritten Jahr bei der Feuerwehr Jestetten

Mirko, du bist als Quereinsteiger, also nicht über die Mitgliedschaft der Jugendfeuerwehr, im Jahr 2021 zur Feuerwehr Jestetten gelangt. Wie kam das zustande und wie bist du auf die Feuerwehr gekommen?

In meinem Kollegenkreis sind einige, welche in der Feuerwehr aktiv sind. Diese Kontakte übten einen großen Einfluss auf mich aus. Einen Bezug zur Feuerwehr hatte ich sonst nicht. Ich war in meiner Ausbildung zum Elektriker recht beschäftigt, daher war es mir damals zu viel. Ich bin dann mal in eine Probe gegangen und es hat mir gleich gefallen.

Relativ schnell habe ich dann die Truppmannausbildung 1 mit der integrierten Sprechfunkerausbildung absolviert und konnte danach zeitnah den Atemschutzlehrgang bewältigen. Momentan absolviere ich den Truppmann 2, der findet am Ort und während den Proben statt.

Diesen Weg bereue ich nicht.

 

Du hast somit bereits verschiedene Lehrgänge absolviert. War das am Anfang nicht zu viel für Dich?

Die Grundausbildung, Truppmann 1, war schon happig. Wenn jemand eine Familie mit Kindern hat, ist es sicherlich nicht einfach. Die Ausbildung war recht anspruchsvoll und ich konnte viel mitnehmen. Daher ging auch die Zeit wie im Flug vorbei. Man braucht schon Biss, aber hier trennt sich auch die Spreu vom Weizen.

Auch im aktiven Feuerwehrdienst braucht man Biss und Disziplin. Man muss am Ball bleiben und der Lehrgang ist sozusagen die erste Hürde, welche es zu schaffen gilt. Das wird einem während der Ausbildung auch bewusst.

 

Nun, nach einer gewissen Zeit kannst Du ja aus deiner Sicht sicherlich beurteilen, was die Mitgliedschaft in der Feuerwehr Jestetten ausmacht?

In erster Linie zählt die Kameradschaft. Ich bin von Anfang an herzlich aufgenommen worden. Es gibt immer jemanden, welcher sich einem annimmt. Egal, woher man kommt und wer man ist, wenn man sich Mühe gibt, wird man akzeptiert.

Ich bin Elektriker und mich fasziniert die ganze Sparte an Technik in der Feuerwehr ungemein. Aber egal was für einen Beruf man hat, jeder und jede kann sich auf seine Art einbringen.

 

Du bist sehr engagiert, bist mittlerweile im Ausbilderteam der Jugendfeuerwehr und hast im Jahr 2023 einen hundertprozentigen Probenbesuch hingelegt. Weiterhin bist Du noch im Musikverein und der Guggenmusik aktiv. Bekommst Du das gut unter einen Hut?

Der Vorteil ist, dass alles an einem anderen Tag stattfindet. Ich schaue, dass ich mich überall mit einbringe. Die Guggenmusik läuft ja saisonal und ich bin keiner, welcher gerne zuhause rumsitzt.

 

Wie lief es denn für dich mit den ersten Einsätzen? Hattest du auch schon Einsätze, welche dich nachhaltig beschäftigt haben?

Der allererste Einsatz war ein Verkehrsunfall. Die ganz großen Einsätze habe ich noch nicht erlebt. Wir reden nach den Einsätzen miteinander und so kann man vieles verarbeiten.

Es kann natürlich schon passieren, dass einem ein Einsatz beschäftigt oder belastet. Auch da gibt es Möglichkeiten von Hilfsangeboten, sogar in den eigenen Reihen.

 

Vielleicht liest jemand dieses Interview und spielt mit dem Gedanken, eine sinnvolle Freizeitaktivität in den Reihen der Feuerwehr anzugehen. Was würdest du ihr oder ihm raten?

Einfach mal in einer Probe vorbeikommen und sich alles ganz unverbindlich anschauen. Wir suchen immer motivierte und interessierte Kameradinnen und Kameraden. Die meisten sind geblieben, wenn sie bei uns reingeschnuppert haben.

Jeder ist froh, wenn die Feuerwehr in der Not hilft und es wird von der Allgemeinheit als selbstverständlich angesehen. Wir verrichten den Dienst im Ehrenamt und wir tragen zur Sicherheit der Bürger bei. Warum sollen sich andere nicht fragen, ob sie auch einen Teil dazu beitragen könnten?

Nach den Proben und Einsätzen zählt auch der Spaß und die Kameradschaft. Es wird viel gelacht und das kommt nicht zu kurz.

 

Wie siehst du deinen weiteren Weg in der Feuerwehr?

Im Sommer möchte ich gerne das bronzene Leistungsabzeichen absolvieren. Dann steht irgendwann die Ausbildung zum Truppführer an. Ich bin erst knapp drei Jahre dabei und möchte alles ruhig angehen.

Ich habe ja noch viel Zeit und möchte sehen, was so alles passiert.

 

Danke Dir Mirko für das Interview.

 

Interview und Bilder: Uwe Kaier

 

Anmerkung:

Die Proben der Freiwilligen Feuerwehr Jestetten finden immer am 1. und 3. Dienstag des Monats um 20.00 Uhr statt.

Bei Interesse kann auch das Kommando per Mail angeschrieben werden. Die Kontaktdaten sind auf der Homepage zu finden.

Interessierte und Neueinsteiger sind bei uns herzlich willkommen.