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Übung- Technische Hilfe bei Verkehrsunfall

icon.crdate05.07.2017

Probe forderte die Helfer

Am Dienstagabend war eine Feuerwehrprobe angesagt und es galt das Thema Verkehrsunfall anzugehen. Alle Helfer sollten gefordert werden und somit wurden mehrere Pkw und ein Lkw mit Tieflader an der Kreisstraße in Richtung Rheinau/CH "platziert".

Die Annahme war, dass ein Lkw-Führer gesundheitliche Schwierigkeiten hatte und während der Fahrt mit mehreren Pkws zusammen prallte. Auch ein Fußgänger wurde unter einem Pkw eingeklemmt. Der Lkw-Fahrer musste aus der Führerkabine befreit werden und wurde reanimationspflichtig. Alle anderen eingeklemmten Personen mussten aus insgesamt vier Fahrzeugen befreit werden.

Der Zustand der Patienten war auf Handzetteln an den Fahrzeugen angebracht, so dass allen klar war, wie es um die Patienten stand.

Die Fahrzeugbesatzung des LF hatte eine Person mit einer Pfählungsverletzung zu befreien. Diese Art der Verletzung kommt bei Verkehrsunfällen eher selten vor. Wenn dies jedoch der Fall ist, stellt sie alle Helfer vor eine große Herausforderung. Die Besatzung des LF meisterte die Situation sehr gut, sägte den Teil des betroffenen Holzbalkens mit der Handsäge ab und befreite den Fahrer zusammen mit seiner Rückenlehne.

Die Abteilung Altenburg musste richtig klotzen und befreite den Fahrer eines Pkw, welcher seitlich an zwei Bäumen hing. Weiterhin eine Person, welche sich in einem Fahrzeug befand, welches auf dem Dach lag.

Die Besatzung des HLF befreite mittels Crash-Rettung einen Fußgänger, welcher unter einem Pkw eingeklemmt war. Dieser Pkw befand sich wiederum mit einer Person unter dem Tieflader.

Somit war eine komplexe Situation zu meistern, welche alle Helfer bei sommerlichen Temperaturen forderte. Während der Übung rollte der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbei. Somit musste auch die Unfallstelle abgesichert werden.

Nicht nur der Einsatzleiter der Übung, Kommandant Holger Jörns, zeigte sich sichtlich mit dem Ablauf der Übung zufrieden. Auch die beiden Verantwortlichen des Szenarios, Daniel Hosp und Uwe Kaier, sparten nicht mit Lob.

Bei einer technischen Rettung gibt es meistens mehrere Wege, eine Person zu befreien. Hat man eine Entscheidung getroffen, gilt es immer, eine zweite Variante einer Befreiung im Hinterkopf zu behalten, falls die 1. Variante nicht gelingt.

Klar war allen Beteiligten, dass bei solch einem großen Geschehen bereits in der 1. Phase die Nachbarfeuerwehren und genügend Personal vom Rettungsdienst alarmiert werden müssen.

 

Bericht und Bilder: Uwe Kaier, Mediensprecher